Gemeinderat einigt sich auf den Zuschuss – Klausurtagung im Kloster Weltenburg
Bürgermeister Hans Laumer begrüßte die Gemeinderäte zur ersten Sitzung nach der Sommerpause im Rathaussitzungssaal. In öffentlicher Sitzung befasste sich der Gemeinderat mit dem Antrag des Schützenvereins Zandt auf anteilige Kostenübernahme für die Sanierung und Modernisierung ihrer insgesamt acht Schießstände. Dazu erteilte Bürgermeister Laumer der anwesenden Abordnung der Schützen das Wort.
Der 1. Schützenmeister Matthias Seidl erläuterte den Gemeinderäten daraufhin die geplanten Maßnahmen und bezifferte die Kosten mit insgesamt rund 48.000 Euro, davon rund 30.000 Euro für die Digitalisierung der Schießstände und restlich für Spengler-, Elektro- und Innenausbauarbeiten. Für die Maßnahme stehen auf Landesebene rund 25 Prozent Förderung in Aussicht. Die Gemeinderäte folgten dem Vorschlag von Bürgermeister Laumer, den Schützen für die Schaffung einer zeitgemäßen Sportstätte einen Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro zu gewähren. Damit werden die Schützen in die Lage versetzt, die außerordentlich hohe Investition zu stemmen und sich für die Zukunft aufzustellen.
Außerdem befürwortete der Gemeinderat grundsätzlich die Einführung eines elektronischen Meldewesens im Verbund mit den teilnehmenden Gemeinden für die Touristen im Gemeindegebiet Zandt, die ein Gäste- und Umweltticket in Anspruch nehmen. Ob und wie die Digitalisierung des GUTi weitergeht, wird sich nun bei der nächsten Versammlung der GUTi-Gemeinden im Herbst zeigen.
Zu zwei vorgelegten Bauvorhaben wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt: dem Bauantrag auf Neubau eines Ärztehauses mit einer Arztpraxis, Zahnarztpraxis und einer Apotheke in Zandt sowie dem Bauantrag auf Anbau eines Bankraums mit Endmontagelager an die bestehende Schreinerwerkstatt im Gewerbegebiet in der Au.
Mehrkosten für Dorfhaus Harrling genehmigt
Bürgermeister Laumer fasste ein positives Fazit zur Segnung des Dorfhauses und bedankte sich nochmals ausdrücklich bei allen Mitwirkenden, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Den Gemeinderäten wurden die einzelnen Gewerke inklusive Kosten dargestellt. Die Gesamtkosten für das Dorfhaus Harrling inklusive Dorfplatz, Stellplatzflächen, Spielplatz und Freiflächen belaufen sich nach Schlussrechnung auf insgesamt rund 2,8 Millionen Euro. Davon entfallen rund 1,3 Millionen Euro auf die Baukonstruktion, 300.000 Euro auf die Technik, 700.000 Euro auf die Außenanlagen und 500.000 Euro auf Baunebenkosten. Abzüglich der Zuwendungen aus dem bayerischen Holzbauförderprogramm, der Bundesförderung für ein nachhaltiges Nichtwohngebäude sowie der ELER-Förderung für die Außenlagen verbleibt ein Eigenanteil in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro bei der Gemeinde. Schließlich erteilte der Gemeinderat die abschließende Genehmigung für alle angefallenen Mehr- oder Minderkosten der Baumaßnahme, die bereits zum allergrößten Teil während der Bauphase beschlussmäßig behandelt worden waren.
Bürgermeister Laumer informierte die Gemeinderäte, dass das Kinderhaus Spatzennest in diesem Kinderhausjahr am Nachmittag mangels Nachfrage nicht mehr so lange geöffnet hat und bereits um 15 Uhr schließt.
Im Rahmen der diesjährigen Ferienfreizeit fanden 15 Veranstaltungen mit insgesamt 339 Teilnehmern statt. Die Gemeinde bezuschusste die Aktionen mit insgesamt 1.508 Euro. Bürgermeister Laumer bedankte sich bei allen Freiwilligen für ihren Einsatz, durch den wieder ein vielfältiges und spannendes Kinderferienprogramm ermöglicht wurde.
Ein Fortschritt für die Versorgungssicherheit
Der Bürgermeister berichtete von der kürzlich erfolgten Inbetriebnahme der Druckreglerstation am Riedbachweg, mit der der Gemeindeverbund in der Wasserversorgung geschaffen werden konnte. Ab sofort können die Ortsnetze von Zandt, Harrling und Wolfersdorf sich zum Beispiel bei Havariefällen oder bei Brandereignissen gegenseitig mit Wasser versorgen – ein enormer Fortschritt für die Versorgungssicherheit. Laumer bedankte sich explizit noch einmal für die Zustimmung bei den Grundstückseigentümern. Er kündigte an, dass es in den kommenden Wochen eine Abstimmung mit den Feuerwehrkommandanten zur Löschwasserversorgung geben wird.
Der Bürgermeister gab bekannt, dass sich der neue Gemeinderat am 18./19. September unter Leitung der Schule der Landes- und Dorfentwicklung zu einer Klausurtagung ins Kloster Weltenburg begibt, vor allem um die Zusammenarbeit und die großen Ziele für die nächsten sechs Jahre zu besprechen.





